Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Kiel

Projekt: Ich seh rot 264/2026




Ballonsailing und Nightglow – Farbenzauber über Kiel

Während auf der Förde die Segel den Wind einfingen, ging es auf dem Nordmarksportfeld etwas gemächlicher zu – aber nicht weniger beeindruckend. Beim Ballonsailing erhoben sich die farbenfrohen Heißluftballons langsam in den Himmel und schwebten scheinbar mühelos über das Gelände. Jeder Ballon hatte seinen eigenen Charakter, seine eigene Farbe und Form. Es war ein stilles Schauspiel, das Groß und Klein gleichermaßen in seinen Bann zog.

Als die Dämmerung hereinbrach, begann das Warten auf das Nightglow. Die Ballons blieben zwar am Boden, doch mit jedem Zünden der Brenner verwandelten sie sich in riesige, leuchtende Lampions. Im Takt der Musik flammten sie immer wieder auf und tauchten das Sportfeld in ein faszinierendes Wechselspiel aus Licht, Farben und Schatten.



Für einen Moment schien die Zeit stillzustehen. Staunende Gesichter, gezückte Kameras und überall dieses warme Leuchten, das sich nicht nur in den Ballonhüllen, sondern auch in den Augen der Besucher spiegelte.

Den krönenden Abschluss bildete schließlich das traditionelle Feuerwerk. Mit seinen leuchtenden Farben und funkelnden Effekten setzte es einen glanzvollen Schlusspunkt unter einen Abend voller besonderer Eindrücke. Während die Ballons langsam im Dunkel verschwanden, erhellten die Feuerwerksraketen noch einmal den Kieler Nachthimmel und sorgten für einen unvergesslichen Ausklang.

Die Kieler Woche hat viele Höhepunkte. Das Ballonsailing, das stimmungsvolle Nightglow und das anschließende Feuerwerk gehören für mich ganz sicher dazu. Es sind diese besonderen Momente, die zeigen, dass die Kieler Woche nicht nur auf dem Wasser, sondern auch an Land voller Magie steckt.





Anne Seltmann 30.06.2026, 05.12 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Windjammerparade 2026



Die AIDA Nova



Zwischen Gänsehaut und Hitzeschlacht

Manchmal gibt es Tage, die gleichzeitig wunderschön und anstrengend sind. Der gestrige Samstag war genau so einer.

Schon lange hatten wir uns auf die Windjammerparade gefreut und uns rechtzeitig Bordkarten für die Förde-Adler-Fähren gesichert. Von 10 bis 14 Uhr waren wir auf der Kieler Förde unterwegs – mittendrin statt nur dabei.

Die Parade war wie jedes Jahr ein beeindruckendes Schauspiel. Stolze Großsegler, unzählige Begleitboote und das besondere Flair der Kieler Förde machten den Vormittag zu einem unvergesslichen Erlebnis. Es ist immer wieder faszinierend, wenn die historischen Schiffe mit ihren hoch aufragenden Masten und schneeweißen Segeln scheinbar lautlos über das Wasser gleiten.



Das Traumschiff AMADEA




Allerdings meinte es das Wetter fast zu gut mit uns. Bei schier unglaublichen 37,7 °C – dem bisherigen Höchstwert dieses Sommers – verwandelte sich die Schifffahrt schnell in eine kleine Hitzeschlacht. Sowohl draußen an Deck als auch im Inneren waren sämtliche Sitzplätze restlos belegt. Mit etwas Glück fanden wir immerhin einen schattigen Stehplatz – ein kleiner Luxus an diesem außergewöhnlich heißen Tag.

Einen kleinen Wehmutstropfen gab es allerdings auch. Während der Windjammerparade kam es auf der Albert Johannes und wohl auch auf weiteren Schiffen zu medizinischen Notfällen. Mehrfach waren die Seenotretter im Einsatz. In solchen Momenten rückt das beeindruckende maritime Schauspiel für einen Augenblick in den Hintergrund. Umso mehr hofft man, dass allen Betroffenen schnell geholfen werden konnte und sie sich inzwischen wieder gut erholt haben.

Vier Stunden auf den Beinen sind ohnehin eine Herausforderung. Mit meinem Rücken wurde daraus am Ende eine echte Geduldsprobe. Als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, machte sich jede Minute bemerkbar. Ich konnte kaum noch laufen und war froh, endlich nach Hause zu kommen. Die Hitze hatte ihren Teil dazu beigetragen.



Die Albert Johannes [Traditionssegelschiff]


Und trotzdem …

Wenn ich heute an den Tag zurückdenke, bleiben nicht die schmerzenden Beine oder die hohen Temperaturen in Erinnerung. Es sind die weißen Segel am Horizont, das Glitzern der Förde, das geschäftige Treiben auf dem Wasser und dieses ganz besondere Gefühl, Teil eines maritimen Ereignisses gewesen zu sein, das jedes Jahr Tausende Menschen begeistert.

Manche Erinnerungen sind eben stärker als die Anstrengung. Und spätestens beim nächsten Mal werden wir vermutlich wieder sagen:

„Die Windjammerparade? Natürlich sind wir wieder dabei! – dann vielleicht bei ein paar Grad weniger.






Zusammen mit rund 185.000 Zuschauerinnen und Zuschauern an Land sowie schätzungsweise 700 bis 800 Booten auf der Förde durften wir dieses einmalige maritime Erlebnis miterleben – ein neuer Rekord für die Windjammerparade.









Anne Seltmann 28.06.2026, 09.48 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Flieg, kleiner Schmetterling








flieg
kleiner schmetterling
durch die ränder des tages

 

wo das licht
nicht entscheidet
ob es bleiben will

 

deine bewegung
ein tastendes schreiben
in die luft

 

kein plan
nur richtung
die sich beim fliegen ergibt

 

du streifst
an dingen vorbei
die namen haben

 

und lässt sie
unberührt zurück

 

so le icht
dass selbst der wind
dich kaum festhalten kann

 

flieg

bis auch das sehen
dich verliert

 

und nur noch
ein leises
vielleicht
übrig bleibt


~*~

© Anne Seltmann











Anne Seltmann 07.05.2026, 06.23 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Maritimer Mittwoch N° 251








Eigentlich habe ich ja genug Kaffeebecher...eigentlich...









Anne Seltmann 06.05.2026, 16.08 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Maritimer Mittwoch N° 250



 


Zwischen dir und dem Wind

 

so viel himmel

zwischen den linien

 

die segel

halten wind

ohne ihn zu besitzen

 

weiß

gegen blau

ein gespannter zustand

 

du siehst nach oben

und verlierst

den boden

 

nicht ganz

 

nur genug

um zu ahnen

 

dass richtung

nicht festliegt

 

sondern entsteht

 

im ziehen

im nachgeben

 

im offenen

 

zwischen dir

und dem wind


~*~

© Anne Seltmann





Angelas...





Anne Seltmann 22.04.2026, 22.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Maritimer Mittwoch N° 249




 

Als der Strandkorb laufen lernte

In den Anfangsjahren war der >> Strandkorb << noch ein Luxusgut.
Wer darin sitzen wollte, musste ihn nicht nur mieten – er wurde oft eigens zum gewünschten Platz getragen.

An vielen Badeorten gehörte es deshalb lange zum Strandbild, dass Angestellte morgens Dutzende Strandkörbe an den Strand schleppten, sie nach Sonnenstand ausrichteten und abends wieder einsammelten.

Später bekamen viele Modelle kleine Rollen oder wurden auf Schienen bewegt, damit man sie leichter dem Wind oder der Sonne anpassen konnte.

Und bis heute gibt es an manchen Küstenorten die Tradition, dass Strandkörbe morgens „ausgerichtet und abends wieder geschlossen werden – fast wie ein kleines tägliches Ritual.

So wurde aus einem schlichten Schutzmöbel ein Kultobjekt mit eigener Choreografie.









Anne Seltmann 15.04.2026, 06.29 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Maritimer Mittwoch N° 248




Zwischen Möwen, Wasser und alten Kuttern:
mein Name.
Auf einem Schiff.
Einfach so. 
Kein Fake!






Anne Seltmann 08.04.2026, 06.23 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Maritimer Mittwoch N° 247






MS „Laboe – das Schiff, das den Alltag einfach über Bord wirft

Es gibt Schiffe, die fahren. Und es gibt Schiffe wie die MS „Laboe (eigentlich eine Fähre)  – die lassen einen erstmal ankommen. Schon beim Einsteigen passiert etwas Merkwürdiges:

Der Stress bleibt irgendwie am Steg stehen. Wahrscheinlich hat er keine Fahrkarte bekommen. Kaum legt die Fähre, übernimmt der Wind das Kommando.

Haare? Egal. Frisur? Vergessen.  

Dafür gibts gratis Meeresluft und Möwen-Kommentare von oben. Man steht da, schaut aufs Wasser und denkt: „Ach… so fühlt sich also Durchatmen an. Und während die MS „Laboe gemütlich ihre Bahn zieht, merkt man plötzlich: Hier geht es gar nicht darum, schnell irgendwo anzukommen. Hier geht es darum, einfach mal nicht schnell zu sein. Das Einzige, was hier wirklich Fahrt aufnimmt, sind die Gedanken – und vielleicht die Erkenntnis, dass man viel öfter aufs Schiff steigen sollte.



 

Technisches:

Die MS „Laboe wirkt auf den ersten Blick wie ein ganz normales Ausflugsschiff. Sie ist aber eine Fähre, also kein „Schiff im klassischen Sinne einer Reise- oder Ausflugsfahrt, sondern ein Verkehrsmittel in Kiel, das Menschen gezielt von einem Ort zum anderen bringt Erst wenn sie ablegt, merkt man, dass hier etwas anders ist. Es ist leiser. Kein lautes Dröhnen, eher ein sanftes Gleiten über das Wasser.

Während man an Deck steht und auf die Förde schaut, denkt man nicht sofort an Technik. Und doch arbeitet unter den Füßen etwas ziemlich Modernes. Die Fähre fährt teilweise elektrisch und nutzt zusätzlich einen klassischen Motor. Je nach Strecke und Bedarf wechselt sie einfach zwischen beiden. Das spart Energie, schont die Umwelt und sorgt dafür, dass die Fahrt angenehm ruhig bleibt.

Man spürt davon eigentlich nur eines: Entspannung. Kein Ruckeln, kein Lärm, nur Wasser, Wind und dieses leise Gefühl, dass sich hier etwas verändert hat.

Vielleicht ist es genau das, was die MS „Laboe besonders macht. Sie bringt einen nicht nur über das Wasser, sondern zeigt ganz nebenbei, wie sich Reisen ein Stück weiterentwickelt hat.


Angelas...





Anne Seltmann 18.03.2026, 04.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Maritimer Mittwoch N° 246


[Archivbild von 2006]

Die AIDAblu ist ein Kreuzfahrtschiff von Carnival Corporation & plc. Sie wurde für Fahrten unter der speziell auf den deutschen Markt ausgerichteten Konzernmarke AIDA Cruises eingesetzt. Betrieben wird sie unter italienischer Flagge durch Costa Crociere in Genua.

Das Schiff wurde als viertes von sieben nahezu baugleichen Schiffen der Sphinx-Klasse auf der Meyer Werft gebaut.

Die AIDAblu ist das zweite Schiff, das diesen Namen trägt. Ihre Namensvorgängerin wurde nach Indienststellung der AIDAdiva im Frühjahr 2007 vom Mutterkonzern zunächst für einen Einsatz unter der Marke Ocean Village neu gestrichen und schließlich, nachdem diese Marke aufgegeben wurde, im Jahr 2009 als Pacific Jewel nach Australien verlegt.

Die heutige AIDAblu ist seit 2010 Teil der AIDA-Flotte und weiterhin auf den Weltmeeren unterwegs.

Mit Platz für über 2.000 Gäste bietet sie eine Mischung aus Entspannung, Kulinarik und Unterhaltung. Besonders beliebt sind das offene Theatrium, der großzügige Wellnessbereich und die abwechslungsreichen Routen im Mittelmeer, rund um die Kanaren oder in Nordeuropa.

Im Rahmen eines Modernisierungsprogramms wird die AIDAblu technisch und optisch weiterentwickelt – sie ist also kein Neubau, aber ein aktives und gepflegtes Kreuzfahrtschiff mit Zukunft.




[ Namensnennungen...unbeauftragt und unbezahlt!]





Anne Seltmann 18.02.2026, 08.46 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Maritimer Mittwoch N° 243



[KI generiert / Text © Anne Seltmann]




Heute zeige ich wieder einmal ein KI generiertes Bild zum >> Maritimen Mittwoch << von Angela!

Dazu möchte ich einmal folgendes erklären:

Ich habe die KI entdeckt, weil sie für mich ein stiller Ort ist, an dem ich mich ausprobieren darf. Kein Druck, kein "richtig“ oder "falsch". Nur Neugier, Bilder, Ideen - und ich.

Ich experimentiere, spiele, verändere. Manchmal wird etwas Schönes daraus, manchmal etwas Seltsames - aber immer zeigt es mir ein Stück von mir selbst.

KI ist für mich kein Ersatz für Kreativität. Sie ist mehr wie eine Begleiterin: Sie öffnet Türen, auf die ich allein vielleicht nie gestoßen wäre. Und doch bleibt mein Blick, mein Gefühl, meine Handschrift darin.

Ich bin künstlerisch veranlagt - schon immer habe ich gern gestaltet, beobachtet, zusammengefügt. Mit KI darf ich das ohne Grenzen tun: ohne Material, ohne Atelier, einfach mit meiner Fantasie.

 Und vielleicht liebe ich genau das daran: dass ich spielen darf wie ein Kind, und gleichzeitig staunen kann wie ein Erwachsener, der merkt - dass Kunst immer wieder neu beginnt.


© Anne Seltmann




Angelas...





Anne Seltmann 07.01.2026, 06.31 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL